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Archiv für Juli, 2009

Neue Regeln für Lobbyisten erst nächste Legislaturperiode

Der Deutsche Bundestag wird frühestens in der nächsten Legislaturperiode über eine verstärkte Kontrolle von Lobbyisten entscheiden.
Eine Anhörung im Innenausschuss zu den Themen Lobbyistenregister, Karenzzeiten und Leihbeamte Mitte Juni hat offenbart, dass die Parteien in Fragen der Transparenz sich nicht weiter angenähert haben. So stellt die Union nach wie vor die Notwendigkeit eines Lobbyistenregisters in Frage – die SPD hingegen hat ein solches als Ziel in ihr Wahlprogramm aufgenommen. Zu der Anhörung waren Wissenschaftler, Vertreter der Organisationen Lobbycontrol und Transpareny International, der Vizepräsident des Bundesrechnungshofs Norbert Hauser und der ehemalige Staatssekretär im Bundesinnenministerium Johann Hahlen geladen. Vertreter der Lobbyistenorganisationen wie der Deutschen Gesellschaft für Politikberatung wurden nicht angehört. Die Stellungnahmen sind auf der Webseite des Deutschen Bundestages nachzulesen.

Einfluss der Unternehmenskommunikation wächst in der Krise

Die Funktion der Unternehmenskommunikation hat im Krisenjahr 2008 weiter an Umfang, Status und Einfluss gewonnen. Dies belegt eine internationale Studie der Kommunikationsagentur Weber Shandwick und der Personalberatung Spencer Stuart.
Der Aufgabenumfang der CCOs hat sich in den vergangenen zwölf Monaten deutlich erweitert:
Fast die Hälfte der Befragten (48%) – im Vergleich zu nur einem Drittel im Vorjahr – führt Kompetenz im Bereich Krisen- und Issues Management als unverzichtbare Voraussetzung für ihre Tätigkeit an.
Als wichtigster neuer Aufgabenbereich werden Social Media identifiziert. In der bisherigen Anwendung neuer Medien haben europäische CCOs im internationalen Vergleich jedoch noch starken Nachholbedarf: Nur sieben Prozent nennen Social Media als eine der am meisten genutzten Kommunikationsressourcen. Dennoch wird weltweit erwartet, dass 2009 Social Media und Blogs als Kommunikationsinstrumente am stärksten an Bedeutung gewinnen.
In Sachen Reputationsmanagement hingegen hat sich 2008 in Europa mehr getan als in den USA: Nachdem im vergangenen Jahr ein Drittel der Befragten die Reputationspflege als wichtigste kommunikative Priorität für 2008 identifiziert hatte, nahm jeder fünfte europäische CCO (20%) den Bereich Reputationsmanagement tatsächlich neu in sein Aufgabengebiet auf. In den USA taten dies nur fünf Prozent der befragten CCOs.
Befragt wurden in Zusammenarbeit mit KRC Research 159 Leiter der Unternehmenskommunikation in Europa, den USA und dem asiatisch-pazifischen Raum, deren Firmen zu 84 Prozent zu den umsatzstarken Fortune 500 gehören.